Grußwort

Dr. Hülya Düber
Leiterin des Jugend-, Fami-
lien- und Sozialreferats der
Stadt Würzburg

Suchtprävention hat sich entwickelt. Mit der alten Abschreckungs- und „Zeigefinger-Manier“ motiviert man kaum noch einen Jugendlichen zu einer gesun den und suchtfreien Lebensweise.
Gesundheitsförderung, Förderung von Risiko- und Lebenskompetenzen, Ressourcen-, und Lebensweltorientierung sowie Partizipation sind stattdessen Kriterien suchtpräventiver Maßnahmen geworden.

Resilienz ist dabei keine Neuentdeckung. Sie scheint aber viele Bedingungen moderner suchtpräventiver Qualitätsstandards zu erfüllen, bzw. zu vereinen, wie z.B. den frühen Beginn der Maßnahmen, die mög-
lichst themenunspezifische Arbeitsweise, die Zielgruppen- und Lebensweltorientierung oder auch die Partizipation – um nur ein paar Gemeinsamkeiten zu nennen.

Ist Resilienz diese „persönliche Superkraft“, die uns befähigt, aus Krisen und Belastungssituationen gestärkt hervorzugehen, vielleicht der Schlüssel moderner und erfolgreicher Suchtprävention?

Was können wir beispielsweise von Kindern lernen, die unter widrigen Umständen groß wurden und sich dennoch (oder gerade deswegen) gut und gesund entwickelt haben?

Was genau ist eigentlich Resilienz? Was ist wichtig, um diese Widerstandskraft zu entwickeln und wie, wann und in welchen Bereichen der pädagogischen Arbeit kann man sie fördern?
Welche Rolle spielen die Eltern und wie kann man sie unterstützen?
Welchen Einfluss haben Pädagogen und was leistet das Kind, bzw. der Jugendliche selbst oder auch unter seinesgleichen (Peers)?

Ich hoffe, der Fachtag liefer t Ihnen Antworten auf diese und weitere Fragen, indem er Hintergrundwissen, Anstöße, Austausch und Modelle für Ihre praktische Arbeit in Vorträgen und Workshops bietet.

Die Suchtpräventionsfachstelle hat erneut in enger Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Jugend und Familie ein umfangreiches Programm für die verschiedenen pädagogischen Arbeitsfelder zusammengestellt und diesen Fachtag organisiert.

Für dieses Engagement möchte ich mich bedanken, ebenso für die Beiträge der Referent/innen und die Arbeit aller weiteren Beteiligten.

Ich wünsche allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine informative und bereichernde Veranstaltung und danke auch Ihnen für Ihr Engagement in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.

Weiterhin viel Spaß und Erfolg dabei!


Ihre Dr. Hülya Düber
rechtsk. berufsm. Stadträtin
Leiterin des Jugend-, Familien und Sozialreferats